Virale Werbung: 5 unterschiedlichste Beispiele für kreatives Guerilla-Marketing

Guerilla-Marketing steht für eine möglichst innovative und überraschende Form der Werbung. Spätestens durch die Möglichkeiten der digitalen Verbreitungswege wie YouTube, Instagram & Co. erfreut sich das Guerilla-Marketing einer immer größeren Beliebtheit, da die unterhaltsamen Kampagnen nicht mehr nur für die lokalen Zuschauer einen Werbeeffekt bieten, sondern auch (oder hauptsächlich) für die Internetzuschauer. Kaum eine andere Form der Werbung ist demnach prädestinierter, wenn es um viralen Werbeerfolg gehen soll. Wie das Ganze in der Praxis aussehen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Da der Unterschied zwischen viralem Marketing und Guerilla-Marketing nicht jedem Leser klar ist, hier nochmal eine kurze Unterscheidung: Guerilla-Marketing steht für überraschende, ungewöhnliche und günstige Werbemaßnahmen (analog einem Guerilla-Krieg), während virales Marketing die massenhafte Verbreitung durch die Rezipienten selbst bezeichnet. Dementsprechend eignen sich Guerilla-Maßnahmen auch hervorragend, um einen viralen Effekt zu erzielen, aber beides ist nicht identisch. Und jetzt viel Vergnügen mit den realen Fällen!

The Walking Dead mit Lentikulardruck

Die Zombie-Serie „The Walking Dead“ machte mit einem Großflächenplakat der ganz besonderen Art in Berlin Schlagzeilen: durch einen XXL-Lentikulardruck scheint sich das Bild zu verändern, wenn man selbst in Bewegung ist. Das Prinzip ist dabei das gleiche wie bei den klassischen Wackelbildern, das heißt es ist kein elektronischer Bildschirm notwendig. Lentikular-Druckereien gibt es einige in Deutschland, die Suchmaschine Ihrer Wahl wird Sie nicht enttäuschen. Achten Sie bei Großflächenplakaten jedoch auf die typische Laufrichtung und hoch frequentierte Orte. U-Bahn-Gleise wie oben zu sehen sind hierfür natürlich hervorragend geeignet.

DHL mit versteckter Kamera und thermoaktiver Folie

Etwas mehr Aufwand war da schon für die Werbeaktion von DHL nötig, die mit gigantischen Paketen die Konkurrenz alt aussehen ließen. In einer hervorragend inszenierten Aktion ist es DHL tatsächlich gelungen, die Konkurrenz für sie werben zu lassen. Dafür ließ DHL die enorm schweren Pakete mit einer thermoaktiven Folie überziehen, die ihre echten Farben erst bei wärmeren Temperaturen offenbart. Nachdem das Paket im gekühlten Zustand aufgegeben wurde, benötigt man für den viralen Erfolg lediglich noch versteckte Kameras – von dutzenden Instagram-Aufnahmen und Facebook-Postings der belustigten Passanten ganz zu schweigen.

Burger King mit inszeniertem Social-Media-Dialog
Burger King Kommentare
Inszenierter Dialog von Burger King

Wie Guerilla-Marketing mit einfachsten Mitteln umgesetzt werden kann, zeigt Burger King: ein inszenierter Dialog eines „enttarnten“ Freundes unter einem Burger King Posting. Mehr war nicht nötig, um tausende und abertausende freiwillige Verlinkungen zwischen Usern zu erzeugen, die diese öffentlich ausgetragene „Sensation“ ihren Freunden nicht verheimlichen wollten – doch im Hintergrund freut sich Burger King über die Verbreitung ihres ursprünglichen Postings, das natürlich bei jeder Verlinkung erstmal im Vordergrund steht.

Burger King mit „Android“-Sprachbefehl

Und nochmal der Fast-Good-Gigant: Vor kurzem hat Burger King diesen Werbespot ausgestrahlt und damit alle Android-Besitzer sicherlich überrascht, denn die Worte „Okay Google“ aktivieren die Sprachsteuerung dieser Geräte, woraufhin sämtliche betroffene Smartphones und Tablets der Zuschauer anfingen, die Zutatenliste des „Whoppers“ aus Wikipedia vorzulesen. Doch sollte man mit sowas sehr vorsichtig sein: kurz darauf hat ein User den frei bearbeitbaren Wikipedia-Artikel so verändert, dass der „Whopper“ angeblich aus Rattenfleisch bestünde. Das wird natürlich peinlich beim Vorlesen!

King Kong 3D mit randalierendem affe
King Kong zerstört Linienbus
Fußabdrücke des Affen am Strand

Eine Kombination verschiedenster Guerilla-Aktionen startete Universal für seinen Gorilla des Kinofilms „King Kong 3D“. Neben diversen Beklebungen, die die Zerstörung des Affen in der Realität zeigen und sich daher schön mit dem realitätsfördernden 3D-Konzept des Filmes ergänzen, bekam der Affe auch seinen ganz persönlichen Auftritt am Strand von L.A.: riesige, unübersehbare Fußspuren im Sand. Dazu ein demoliertes Auto als Werbefläche und fertig ist die aufmerksamkeitserzeugende Aktion. Auch beim Nachfolger-Film scheint Universal wieder auf ähnliche Maßnahmen zu setzen.

Fazit

Guerilla-Aktionen eignen sich hervorragend, um virale Kampagnen zu generieren. Genügend Menschen besitzen ein Smartphone und teilen der Welt nur allzu gern mit, wenn sie etwas Außergewöhnliches erleben. Nutzen Sie dieses Wissen, um aus Ihren Aktionen das volle virale Potential auszuschöpfen. Selbst einfache und kostengünstige Mittel, wie die Produktion eines einzigen lentikularen Großflächenplakats, kann bereits große Aufmerksamkeit erzeugen – vorausgesetzt, es ist an der richtigen Stelle platziert.

 

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